Frühlingsgedanken

Frühling im Wort
 

Gedanken für den Tag

Die Tage werden länger. Am Morgen knistert der Atem in der frostigen Luft und die Haut prickelt in der Kälte. Die Dämmerung wird wieder erlebbar und badet uns in Pfirsichfarben und Tintenblau. Im klaren kalten Himmel funkeln die Sterne. Und wenn dann noch ein leiser Seufzer durch die noch so kühle Luft zu ziehen scheint, spüren wir ihn – den Frühling, der sich wieder schüchtern zurückmeldet. Aber er wird jeden Tag wahrnehmbarer – in den Weidenkätzchen sehen wir ihn, in der Schafherde, die über die Felder zieht, in den ersten grünen Spitzen der Frühblüher, die vorsichtig aus dem Boden spitzen, in den ersten warmen Sonnenstrahlen und dem eisigen Schatten – das Leben nimmt nach der eisigen Kälte des Winters wieder Anlauf auf einen neuen Sommer. Auch in diesem Frühling sind wir von Krisen geschüttelt – die Pandemie will uns noch nicht in Ruhe lassen, aber deswegen können wir trotzdem die Sonne geniessen, Schneeflocken nachjagen, die Wildheit der alemannischen Narren spüren und uns wahrnehmen. Vielleicht ist gerade dieses Jahr anstrengender aber wenn wir im Sonnenlicht lächeln können – dann ist es gut, wenn wir uns mit Freunden treffen, dann ist es gut, wenn wir die Vögel kreisen sehen und unser Herz in die Höhen zu ihnen steigen lassen, dann ist es gut. Denn das Leben beginnt nach der kalten Dunkelheit des Winters neu – eine Chance, die wir uns nie entgehen lassen sollten!!!

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Drachenträume - Anisha

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Blütenphantasie